Über diesen Blog

Willkommen auf WandernPfalz und hallo Leser!

Wer einen ca. 1,80m großen, bebrillten Mann Anfang 30 im Wald sieht, der ein ausgeprägtes Feinkostgewölbe in der Körpermitte trägt und der Länge nach auf dem Boden liegt, dann bin vermutlich ich das, auf der Jagd nach einem tollen Fotomotiv. Seit ich denken kann, bin ich schon im Wald unterwegs. Anfangs noch mit meinem Vater, der mich Gott sei Dank, als ich noch gelangweilter Teenager war, immer mitgenommen hat. So wurde zunächst aus Hass Hassliebe und später Liebe, zu dieser einzigartigen Natur, die wir im Pfälzerwald haben. Als leidenschaftlicher Hobbyfotograf ist meine Kamera (Pentax K7/ Nikon D3300) praktisch mit meiner Hand verwachsen. Ein Schicksal, das ich wohl mit vielen teile. So halte ich meine Tages- und Halbtagestouren in eigenen Bildern fest. Ich wandere fast ausschließlich im Pfälzerwald, wobei mir das Grenzgebiet zum Elsass am liebsten ist. Langweilig ist mir bis jetzt noch nie geworden, egal wie lange und wo ich bisher unterwegs war.

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Der Autor beim (fremdgehen) in den Berchtesgadener Alpen.

Und das unabhängig davon, ob ich einen der vielen Premiumwanderwege gehe, von denen neuerdings jedes Jahr ein paar mehr eröffnet werden, oder ob ich mir eine Route selbst zusammenstelle und dafür das gigantische Markierungsnetz des Pfälzerwaldvereins nutze. Auch müssen sich die Touren nicht von mal zu mal selbst übertreffen. Es geht vielmehr darum, die Stille und Ruhe der Natur zu genießen, die Sinne zu schärfen, dem Stadtalltag zu entfliehen und die Akkus wieder aufzuladen. Und nirgends kann man das besser tun, als im Wald, was seit einiger Zeit auch durch Studien belegt ist! Ein zwei Stunden Wald können so erholsam sein, wie ein Wellnesswochenende im Spa-Hotel und wirken sich zudem heilend auf Körper und Geist aus. Oder wie schon Kästner sagte:

Die Jahreszeiten wandern durch die Wälder.
Man sieht es nicht. Man liest es nur im Blatt.
Die Jahreszeiten strolchen durch die Felder.
Man zählt die Tage. Und man zählt die Gelder.
Man sehnt sich fort aus dem Geschrei der Stadt.

Das Dächermeer schlägt ziegelrote Wellen.
Die Luft ist dick und wie aus grauem Tuch.
Man träumt von Äckern und von Pferdeställen.
Man träumt von grünen Teichen und Forellen.
Und möchte in die Stille zu Besuch.

Man flieht aus den Büros und den Fabriken.
Wohin, ist gleich! Die Erde ist ja rund!
Dort, wo die Gräser wie Bekannte nicken
und wo Spinnen seidne Strümpfe stricken,
wird man gesund.

Die Seele wird vom Pflastertreten krumm.
Mit Bäumen kann man wie mit Brüdern reden
und tauscht bei ihnen seine Seele um.
Die Wälder schweigen. Doch sie sind nicht stumm.
Und wer auch kommen mag, sie trösten jeden.

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Der Autor. (Auf dem Rimbachsteig.)

Wer sich entschließt, in Deutschlands größtem Waldgebiet zu wandern, kann sich vor Angeboten kaum retten. Auf annähernd 179000 Hektar Waldfläche können beinahe 500 Burgen besichtigt werden. Fast 12000 Kilometer Wanderwege durchziehen die Pfalz, wobei der Pfälzerwaldverein mit seinen 20000 Mitgliedern und 100 Hütten unterwegs für die passenden Einkehrmöglichkeiten sorgt. Unzählige Felsen aus dem charakteristischen Buntsandstein prägen die Landschaft der Südpfalz und finden ihren Höhepunkt in den Altschloßfelsen bei Eppenbrunn und dem Hinterweidenthaler Teufelstisch: Geotop, Briefmarkenmotiv und eines von Deutschlands Top 10 Naturwundern! Geschichtsträchtige Ruinen, die mit Namen wie Richard Löwenherz, Franz von Sickingen oder Hans von Trotha verbunden sind und der gewaltige Artenreichtum an Pflanzen und Tieren, machen den Pfälzerwald zu jeder Jahreszeit zu einem Erlebnis.

Dieser Blog schildert die Erlebnisse auf meinen Wanderungen und hält die Höhepunkte und Stimmungen in eigenen Bildern fest. Mein Traum: Vielleicht die Lust aufs Wandern beim ein oder anderen Nichtwanderer zu wecken, um selbst einmal den Rucksack zu packen und loszuziehen!

Viel Spaß beim lesen und bleibt wandern!

Patrick Scheller

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